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Kurt Derungs / Christina Schlatter
Quellen Kulte Zauberberge

Landschaftsmythologie der Ostschweiz und Vorarlbergs

Kennen Sie die Ostschweiz – mythologisch? Warum gelangte der hl. Gallus nach Arbon, Bregenz und St. Gallen? Waren der Säntis im Appenzell und der Gonzen bei Sargans heilige Berge? Wo liegen in Schaffhausen, im Thurgau und am Bodensee die ersten Siedlungen? Warum wird die hl. Idda in Fischingen und der Kniestein in Rankweil für Heilzwecke aufgesucht? Finden wir beim Kurort Heiden eine Steinkultstätte mit dem „Kindlistein“? In welcher Kultlandschaft liegt das berühmte Bad Ragaz und der Kurort Flums? Immer wieder entdecken wir in der Ostschweiz und in Vorarlberg verborgene Kapellen, Steinkultplätze und heilende Quellen. Die ältesten Landschaftsnamen weisen auf keltische und rätische Besiedlungen hin, ja mit Rhein, Thur oder Sardona sogar auf vorkeltische Spuren. Durch den Sagenreichtum im Länderdreieck Deutschland, Österreich und der Schweiz erschliesst sich eine mythologische Landschaft, deren besondere Orte bisher kaum wahrgenommen wurden. Gerade das Zusammenspiel von archäologischen Funden, lokalem Brauchtum, Mythensagen, geographischen Namen und das Erkennen von bedeutenden Landschaften eröffnet neue Zugänge in einer fundreichen Region. Wer auch immer die besonderen Orte der Ostschweiz und in Vorarlberg entdecken möchte und sich für traditionelle Plätze zwischen Bodensee und Walensee interessiert, wird mit diesem Buch auf Spurensuche gehen können.

 

Aus dem Inhalt
 
Schaffhausen – Felsental und Ahnensteine
Thayngen - Höhle der Steinzeit
Ürschhausen – Landschaft der drei Seen
Stein am Rhein – Insel Werd und Drehstein
Schönholzerswilen – Kulthöhle „Bruderloch“
Pelagiberg – Hügel der Schwarzen Madonna
Dreibrunnen – Kinder aus dem Lebenswasser
Fischingen – Iddaburg und „Iddaloch“
Vrenelisgärtli – im Garten der Verena
Linthtal – an heiligen Wassern
Glarus – Kulthügel und Fingerstein
Elm – vom Martinsloch zum Mürtschenfenster
Weesen – Uferheiligtum am Walensee
Flums – Georgenberg bei Berschis
Mels – Tiergarten, Tannhäuser und Frau Vrene
Bad Ragaz – Taminaschlucht und Maibär
Sargans – Mythenberg Gonzen
Calfeisental – Sardona, Hexenbühl und Walser
Weisstannental - Hexentanzplatz Gafarrabühl
Wartau – Opferplatz und Sonnenwende
Montlingen – Hügel der hl. Anna
Heiden – Kindlistein im Appenzell
Schwende – Quellgöttin und Spitzigstein
St. Gallen – Wiborada, Gallus und Wasserfrauen
Arbon – Pfahlbauten und Fussstein
Bregenz – Fieberstein und Wasserheilige
Buchboden – Heilquelle und Matonabach
Götzis – Kultstein bei Arbogast
Rankweil – Kniestein und Liebfrauenhügel
Sulzberg – die Linde der Maria
Feldkirch – die heilende Eibe in Tosters
Montafon – Frau Rosa in Schruns uvm.

 

Bibliografische Daten ISBN Preis
280 Seiten
Format 17,3 x 23,5 cm 
Zahlreiche Fotos und Illustrationen, zweifarbig gedruckt
Broschur mit Klappen
Sachgebiete: Mythologie, Kultplätze, Sagen, Archäologie, Ethnologie, Reisen, Wandern, Ostschweiz, Vorarlberg
   
3-905581-26-4 CHF 39,90

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Pressespiegel

Die Ostschweiz vor Gallus

Peter Müller

Das Buch «Quellen, Kulte, Zauberberge» lädt zu Exkursionen in die vorchristliche Ostschweiz und ins Vorarlberg. Jahrhundertelang galt als unumstössliche Wahrheit: Der Missionar Gallus hat in der Ostschweiz «das Licht» angezündet. Ein neues Buch zeigt nun, dass es möglich ist, das Terrain auf vergleichsweise sicheren Pfaden zu erkunden.

«Quellen, Kulte, Zauberberge» macht überhaupt erst bewusst, welch riesiges «vorchristliches Hinterland» es in der Geschichte der Ostschweiz gibt. Das ist auch ganz konkret zu verstehen. Bei ihren Recherchen entdeckten die Autoren eine Fülle von Naturheiligtümern, Steinkultplätzen, heilenden Quellen, aber auch von Kapellen und Sagenorten mit vorchristlichem Hintergrund. Dieser Katalog – für die Ostschweiz der erste dieser Art – ist für die beiden Autoren zentral. Kurt Derungs, der übrigens St. Galler Wurzeln hat, entwickelte vor rund 15 Jahren den Ansatz der «Landschaftsmythologie», den er seither in verschiedenen Büchern, aber auch Projekten und Seminaren ausgebaut und vertieft hat.

So wird denn auch «Quellen, Kulte, Zauberberge» ein eigentliches Exkursionsbuch zu heiligen Naturorten, Landschaftstempeln und beseelten Landschaften. Jede der insgesamt 35 Etappen wird in einem eigenen Kapitel vorgestellt und in einen reichen kulturgeschichtlichen Rahmen gestellt, mit Wissen, Scharfsinn, Intuition.

Das Buch ist sehr spannend und anregend. Es erweitert den Blick auf die Geschichte der Ostschweiz. Es eröffnet neue Zugänge zur Landschaft vor der eigenen Haustüre, macht Lust zu eigenen Ausflügen. Und es wirft interessante Schlaglichter auf die «anthropologischen» Fundamente von Religion. Religion einmal nicht vom «Denken» und vom postmodernen Ist-Zustand anzugehen, wie wir das gewohnt sind, sondern von konkreten, vorgeschichtlichen Realien, ist spannend und bereichernd. Das gilt insbesondere dort, wo in unserer eigenen Kultur das vorchristliche Erbe weiterwirkt – im Festkalender, in Bräuchen, Ritualen und Bildern, aber auch im Alltag. Ist es zum Beispiel ein Zufall, dass der Ochsenberg bei Wartau, wo sich in der Eisenzeit ein Brandopferplatz befand, heute ein beliebtes Ziel für Spaziergänger und Picknick-Gruppen ist? (St. Galler Tagblatt, 30. November 2005, Auszug)

 

Kultplätze in der Ostschweiz

Wer ganz tief in die Mythologie einer Landschaft eintauchen möchte, muss unbedingt mit Kurt Derungs und Christina Schlatter auf die Reise gehen. Die Verbindung kulturgeschichtlicher Überlieferung, ethnologischer Wissensgebiete mit dem rein intuitiven Wahrnehmen einer sinnlichen Landschaft ist das Spannende an den Reisen mit diesem Autorenduo. Ihr mit sehr viel Informationen und schönen Illustrationen bepacktes Buch „Quellen Kulte Zauberberge“ lädt ein, auf Spurensuche zu gehen im Gebiet der Ostschweiz und des Vorarlbergs. Um die Landschaft bis in die Seele hineinzutragen, werden wir mehr als nur einen Sommer verwenden müssen! Das wahre Potenzial der Mythen und ihrer Zeichen in der Landschaft aber wird erst erschlossen durch das Verständnis der Ahninkultur, dem Kult der grossen Göttin und ihrer männlichen Begleiter. Die alte Göttin stand nicht fernab von den Menschen, sondern mitten im Jahreskreis gelebter Spiritualität. Der Zyklus der Natur wurde sichtbar und erfahrbar im Lauf des Jahres ausgeführt, und zwar in Form von Ritualen. Dazu gab es Stätten in der Landschaft, die der Weltauffassung der damaligen Zeit entsprachen. Zu diesem Verständnis will das Buch führen. (Eva Rosenfelder)

 

Buchtipp

Zur Landschaftsmythologie der Ostschweiz und des Vorarlbergs haben Kurt Derungs und Christina Schlatter viel Material zusammen getragen. Aus archäologischen Funden, lokalem Brauchtum, Mythen und Volkssagen und vielen Fotografien sind Berichte zu einzelnen Orten entstanden, die von 2 bis 10 Seiten Umfang reichen. Mit dem Signet eines aufgeschlagenen Buches werden in jedem Kapitel Mythen und Sagen zum Ort erzählt und im Anschluss interpretiert. Im hinteren Teil des Buches findet die Leserin auf einer Doppelseite einen chronologischen Überblick von der Altsteinzeit bis zur Eisenzeit. Ein Register, in dem von Ahnfrau über Dreifrauenkult, Göttin als Gefäss, Scheibenschlagen, Walabütz bis Zwerge vieles zu finden ist und Landschaftskarten, die einen Besuch einer der vielen beschriebenen Orte einfach macht.
Ein tolles Buch, das mir viele Orte ganz in meiner Nähe neu erschliesst! Ich werde diesen Sommer ganz sicher unterwegs sein und den einen und anderen Ort besuchen. Meine Favoriten sind die Quellgöttinnen und der Spitzigstein von Schwende bei der Tschuderquelle, die Kindlisteine in Heiden im Appenzell, der Hexenplatz im Weisstannental, das Bruderloch bei Wil und die Taminaschlucht bei Bad Ragaz. (Regula Lanzendörfer)

 

Sehr empfehlenswert

Als ich das letzte Mal vom Walensee aus Richtung Flums gefahren bin, dachte ich an das Buch von Kurt Derungs und Christina Schlatter QUELLEN KULTE ZAUBERBERGE und selbst ohne es zu lesen, war ich von der Landschaft fasziniert und fand rechts und links der Straße Orte der Ruhe und Landschaften der Besinnung. Das vorliegende Buch gibt einen sehr brauchbaren Spurfinder ab, um besondere Orte in der Ostschweiz/Vorarlberg zu finden und zu erfahren.
Matriarchatsforschung und Landschaftsmythologie ergänzen sich in diesem Buch zu einem besonderen Ganzen, da hier beide Autoren Ihre Wissensgebiete perfekt miteinander vereinen. Doch gerade die Ostschweiz/Vorarlberg ist besonders dazu geeignet dem wachen Verstand und forschenden Auge seine Jahrtausende alten Geheimnisse zu entlocken.
Dieses Buch gibt einen guten Reiseführer in eine Welt ab, welche nicht nur von Ski fahrenden Touristen bevölkert werden sollte. Die Schweiz gibt mehr her als man denkt und war schon vor den Kelten besiedelt. Selbst rund um den Walensee finden sich Eisenzeitliche Fundstücke, welche darauf schließen lassen, dass kulturell hoch stehende Siedler hier schon eine lange Zeit gelebt haben.
Immer wieder begegnet uns das Bild der weiblichen Komponenten innerhalb der Landschaft oder an Stätten der Verehrung, auch wenn sie vom Zahn der Zeit fast ganz verwittert sind. Gerade jedoch die Quellen sind unverbrüchliche Indikatoren für eine Kraft, welche schwer fassbar scheint, ebenso wie das murmeln der Flüsse als einfaches Geräusch abgetan wird, doch es steckt mehr dahinter, wie insbesondere Kurt Derungs es schon früh erkannt hat.
Das Buch QUELLEN, KULTE, ZAUBERBERGE zeigt dem offenen Betrachter eine Schweiz wie er sie wahrscheinlich so noch nie gesehen hat. Viele Sagen, Mythen und Überlieferungen wurden hier von Kurt Derungs und Christina Schlatter zusammengetragen und dienen nun als Quelle des Glücks, für diejenigen, welche zusammen mit diesem Buch die Ostschweiz / Vorarlberg besuchen dürfen.

Sehr empfehlenswert! (Thorsten Wiedau)

 


 

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